Schnuffel und Muffel! Die Nacht ist dann zu Ende, wenn ich es sage
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Ich öffne meine Augen, keine Ahnung wie spät es ist, ich kann ja noch keine Uhr lesen. Meinem Schlafgefühl nach zu urteilen ist es aber schon „Aufstehzeit“. Mit „Schnuffel“ in der Hand quetsche ich mich durch die Stangen meines Gitterbettchens. Zum Glück fehlen da zwei, noch passe ich da durch, aber nicht mehr lange. Mein Kinderzimmer wird nur durch die kleine LED-Lampe an meinem Babyphone erhellt. Wenn man da überhaupt von erhellen sprechen kann. Es ist wohl doch eher der Schein des Nachtlichtes, das in unserem Flur steckt und unter meiner Tür her leuchtet.
Dieses Licht zeigt mir den Weg. Genau wie damals, als die heiligen Dreikönige dem leuchtenden Stern gefolgt sind. Die hatten allerdings mehr Glück, denn da lag zum Schluss ein Kindlein in der Krippe. Wenn ich dem Lichterschein folge und 2 Türen öffne, riecht es zwar auch wie im Stall, aber es liegt da kein Kindlein, sondern eher Ochs und Esel.
Ok, Ok, das ist vielleicht doch etwas zu hart, denn es sind ja schließlich meine Eltern.
Mama blickt mich fragend an „Was machst du denn schon hier?“.
Ich kann nicht mehr schlafen“ antworte ich.
Papa drück seinen Kopf schüttelnd ins Kissen. Ich wundere mich, dass er noch im Bett liegt. Bestimmt ist heute Samstag, da muss er nicht arbeiten und ich kann schon morgens mit ihm spielen.
„Komm, leg dich noch zu uns ins Bett“ höre ich Mama sagen, „aber es wird noch geschlafen, es ist noch früh am Morgen“.
Mit einem strahlenden „OK“ hüpfe ich auf das elterlich Ehebett und lege mich zwischen die Beiden. Ich mache es mir auf Papas Kopfkissen bequem. Der verdreht die Augen und rutscht an die Bettkante. Ja, ich brauche halt Platz.
Wo ist Schnuffeln?“ frage ich in den schlaftrunkenen Raum hinein.
„Keine Ahnung“ klingt es gleichzeitig von Links und Rechts.
Aber ich brauche Schnuffel!!!
„AAAAHHHH“, Papa hebt schreiend den Kopf. Die Ringe unter seinen Augen verraten mir, dass wohl gestern ein paar Bierchen hatte. Das ist mir jedoch egal, ich brauch Schnuffel!
Mit einem Griff und einem muffeligen „Bitte“ wirft mir Papa Schnuffel aufs Gesicht. Ich muss es wohl bei der Bett-Kletter-Aktion verloren haben.
„So, jetzt aber Ruhe“ sagt Papa.
Gesagt getan, ich schnuffel an Schnuffel, schließe meine Augen und versinke langsam ins Land der Träume. Hoppla, da hat sich vor lauter Entspannung doch glatt ein Furz gelöst. Hoffentlich hat keiner etwas gemerkt. Ich schaue zu Papa, die Augen sind auf und irgendwie verdreht.
So richtig gut liege ich im Moment auch nicht. Eine kleine Drehung zur Seite könnte eine bequemere Position ergeben. Oh, ist das Papa Nase die ich gerade mit meinem Handrücken erwischt habe? Ich höre nur ein leichtes Jaulen, als er mich in Richtung Mama schiebt. So schlimm war es wohl nicht.
Stille kehrt ein.
Ich öffne meine Augen wieder und Blicke in Papas Gesicht.
Ich habe ausgeschlafen
Schon wieder drehen sich seine Augen, dann erhebt er sich und steht auf!

GESCHAFFT, der Tag kann beginnen !

Eure Püppi.

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