Wann kommt denn der Papa?
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Buenos Dias.

Irgendwie steht dem Papa auf der Stirn geschrieben, dass er am Werkzeugkoffer was kann und sonst auch ziemlich hilfsbereit ist. Mama hat mich heute Morgen gerade gewickelt, da kam von einer Schwester schon die Frage, wann denn wohl der Papa kommt, sie bekommt ein Ventil nicht in die Druckluftdose.  Sie hat es dann wohl doch geschafft. Als er jedoch da war ging gerade zufällig eine von diesen Gelenklampen kaputt, die am Regal befestigt sind um die Inkubatoren zu beleuchten.

Dann hab ich es das erste Mal bei Papa gesehen, dieses Strahlen in den Augen und die riesen Sprechblase über seinem Kopf, in der geschrieben stand „REPARIEREN!“. Blitzschnell hat er Schwester Sylvias verzweifelte Situation an der Lampe erkannt und nur auf ein „könnten Sie mal“ gewartet. Das dauerte ihm aber etwas zu lange und um Zeit zu sparen und seine wochenlange  Werkzeug-Abstinenz zu beenden kam ein „darf ich mal?“

Das wurde natürlich dankend angenommen. Eine kurze Analyse ergab, dass sich eine 4er Inbus Schraube an der Halterung gelöst hat und deshalb der gesamte Raum in Schutt und Asche gelegt und neu aufgebaut werden muss.

Naja, ganz so schlimm war es nicht, aber ´nen 4er Inbus oder einen passenden Schraubendreher hätte er dann schon gebraucht. In einem Raum, wo ausschließlich Frauen arbeiten, oder Ärzte die so gepflegte Hände wie Frauen haben, war es natürlich ein Ding der Unmöglichkeit, einen 4er Inbus zu finden. Angeblich gäbe es einen Werkzeugkoffer, aber nur Schwester Kerstin weiß, wo der steht, die hat aber erst die Nachmittagsschicht.

Was für ein Glück für Papa. So konnte er sich auf sein Fahrrad schwingen und in den Baumarkt fahren und ein Inbusset kaufen. In der Nachmittagsschicht hat Schwester Kerstin gesagt, dass der Werkzeugkoffer natürlich totaler Müll ist und das Letzte was da drin wäre, sei ein Inbusschlüssel. Papa hat die Lampe dann mit dem Inbusschlüssel aus dem Baumarkt repariert und das Set als Geschenk von mir an die Schwestern der Station 12n mit den Worten “ möge es der Beginn einer großen Werkstatt sein “ überreicht.

Mama hat mich in der Zwischenzeit mal wieder nach allen Regeln der Kunst durchgeknuddelt und verpflegt. Beim Känguruhen haben wir uns wieder gegenseitig gekrault. Hach das war wieder herrlich.

Ich hab wieder etwas zugenommen und meine ersten Tropfen aus einer Flasche getrunken, war aber noch zu anstrengend.

Adios

el bebe Ronja

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